Der SV Waldkirch hat im Olympiahaus am Elztalstadion einen neuen Besprechungsraum eingeweiht. Aus einem lange ungenutzten Partykeller entstand ein moderner Treffpunkt, der dem bislang einzigen Olympiateilnehmer des Vereins, Fechter Rudi Maier, gewidmet ist.
Im Eingangsbereich erinnert nun eine Vitrine an die sportlichen Erfolge Maiers, der 1972 bei den Olympischen Spielen startete. Pokale, Medaillen und sein Fechtpass sind dort ebenso zu sehen wie der Ausweis zur Olympiateilnahme – eine Spende seines Bruders Heinz Maier.
Bei der Einweihung würdigten Vereinsvorsitzender Frank Moos und Oberbürgermeister Michael Schmieder den Einsatz aller Beteiligten. Schmieder erinnerte sich schmunzelnd daran, wie sich früher schon Fußballer in dem niedrigen Keller die Köpfe stießen.
Der umgestaltete Raum bietet nun nicht nur Platz für Sitzungen und Versammlungen, sondern auch eine kleine Küchenzeile, einen Tischkicker und ein neues WC. Damit ist er weit mehr als nur ein Besprechungsraum: Er soll den Austausch zwischen den Abteilungen fördern und zugleich die Erinnerung an Rudi Maier lebendig halten.
Finanziert wurde das Projekt durch Vereinsrücklagen, Zuschüsse von der Stadt und dem Badischen Sportbund sowie durch eine großzügige Zuwendung Maiers, der den SVW in seinem Nachlass berücksichtigte. Viele Arbeiten führten Mitglieder selbst aus, unterstützt von heimischen Handwerksbetrieben. Heinz Maier ist sicher, dass dies seinem Bruder sehr gefallen hätte. „Er würde, wie jetzt ich, rote Augen kriegen“, sagte er sichtlich gerührt
