

Der SV Waldkirch hat im Olympiahaus am Elztalstadion einen neuen Besprechungsraum eingeweiht. Aus einem lange ungenutzten Partykeller entstand ein moderner Treffpunkt, der dem bislang einzigen Olympiateilnehmer des Vereins, Fechter Rudi Maier, gewidmet ist.
Im Eingangsbereich erinnert nun eine Vitrine an die sportlichen Erfolge Maiers, der 1972 bei den Olympischen Spielen startete. Pokale, Medaillen und sein Fechtpass sind dort ebenso zu sehen wie der Ausweis zur Olympiateilnahme – eine Spende seines Bruders Heinz Maier.
Bei der Einweihung würdigten Vereinsvorsitzender Frank Moos und Oberbürgermeister Michael Schmieder den Einsatz aller Beteiligten. Schmieder erinnerte sich schmunzelnd daran, wie sich früher schon Fußballer in dem niedrigen Keller die Köpfe stießen.
Der umgestaltete Raum bietet nun nicht nur Platz für Sitzungen und Versammlungen, sondern auch eine kleine Küchenzeile, einen Tischkicker und ein neues WC. Damit ist er weit mehr als nur ein Besprechungsraum: Er soll den Austausch zwischen den Abteilungen fördern und zugleich die Erinnerung an Rudi Maier lebendig halten.
Finanziert wurde das Projekt durch Vereinsrücklagen, Zuschüsse von der Stadt und dem Badischen Sportbund sowie durch eine großzügige Zuwendung Maiers, der den SVW in seinem Nachlass berücksichtigte. Viele Arbeiten führten Mitglieder selbst aus, unterstützt von heimischen Handwerksbetrieben. Heinz Maier ist sicher, dass dies seinem Bruder sehr gefallen hätte. „Er würde, wie jetzt ich, rote Augen kriegen“, sagte er sichtlich gerührt

Mit dem Zug ab Freiburg bzw. dem Sonderzug ab Offenburg machten sich 11 Sportler/-innen des SV Waldkirch am 27. Mai 2025 auf den Weg zum internationalen Deutschen Turnfest in Leipzig.
Es folgten fünf ereignisreiche Tage zusammen mit mehr als 50.000 anderen Sportlern. Die einzigartige Atmosphäre in der gesamten Stadt sowie in den Gemeinschaftsunterkünften der Leipziger Schulen machte das Turnfest zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Zeitgleich fanden in Leipzig auch die Europameisterschaften im Turnen statt. Ein besonderes Highlight für uns war der Besuch des Mixed-Team-Finals. In einem mitreißenden Wettkampf durften wir hautnah miterleben, wie das deutsche Team mit Karina Schönmaier und Timo Eder die Goldmedaille gewann.
Beim Pokalwettkampf im Gerätturnen LK2 erzielten unsere Turnerinnen beachtliche Platzierungen – trotz der enormen Teilnehmerzahlen von teils über 600 Starterinnen pro Altersklasse.
Linus, Lisa und Maike Syassen gingen über eine abwechslungsreiche 1km, 3km bzw. 5km Strecke des Turnfestlaufes im Clara-Zetkin-Park an den Start. Insgesamt waren über 1000 Teilnehmer bei den drei Läufen gemeldet. Baden-Württemberg stellte dabei das größte Teilnehmerfeld.
Beim Wahlwettkampf im Schwimmen starteten Lisa über 50m Brust, Maike über 50m Schmetterling und beide außerdem über 50m Kraul und 50m Rücken.
Außerdem gab es unzählige, tolle Mitmachangebote (z. B. Faustball, Handstand-TÜV, und vieles mehr) in der Messe, aber auch auf dem Marktplatz und der Festwiese, wo u. a. die begehrten Turnfestpins gesammelt werden konnten.
Den Abschluss bildete die beeindruckende Stadiongala in der Red Bull Arena des RB Leipzig. Unsere Highlights waren dabei: Synchron-Turner an Ringen, Lederhosen- Breakdance, 1000 Tänzer, die ein Bühnenbild auf dem Stadionrasen bildeten, Ehrung aller Goldmedallien Gewinner der Turn-EM, sowie der Auftritt der Prinzen mit einer Seilakrobatin.
Ein rundum gelungenes Turnfest mit vielen sportlichen Erfolgen, tollen Eindrücken und gemeinschaftlichem Erleben – wir können uns schon jetzt auf das nächste Deutsche Turnfest 2029 in München freuen!






